In den Bereichen Hotel und Gastronomie bieten sich Interessenten verschiedene Möglichkeiten, wie sie in die entsprechende Branche einsteigen können. Besonders wichtig sind neben der Ausbildung allerdings auch persönliche Charaktereigenschaften, die vonnöten sind, um in einem solchen Beruf bestehen zu können. Dazu zählen beispielsweise Flexibilität, Teamfähigkeit und vor allem Belastbarkeit, denn bekanntlich gibt es im Hotel- und Gastronomiefach keine geregelte Fünf-Tage-Woche.

Einstieg nach der Schule ( Hoteljob – Gastronomiejob )

Bereits mit der Mittleren Reife kann man sich als  Hotelkaufmann oder –frau  Restaurantfachmann oder –frau, Hotelfachmann oder –frau bzw. als  Koch oder Köchin  ausbilden lassen, denn das sind die Schwerpunkte, in denen deutsche Hotels eine Ausbildung anbieten. Für Interessenten mit Abitur sind die etwas anspruchsvolleren Richtungen Hotelfachmann oder –frau und Hotelkaufmann oder –frau empfehlenswert, denn hier sind Fähigkeiten wie ein breit gefächertes Grundwissen gefragt. Außerdem kann man als Kaufmann oder –frau später eine Managementkarriere einschlagen, beispielswiese im Management eines Hotels. In der Praxis sieht die Ausbildung so aus, dass man neben der Arbeit beim Ausbildungsträger, also im jeweiligen Hotel, eine Berufsschule besucht. Der Unterricht kann entweder unregelmäßig als komprimierter Blockunterricht oder auch wöchentlich stattfinden.

Wer besonders gute Leistungen zeigt, hat die Möglichkeit, seine Ausbildung unter Umständen von drei auf bis zu zwei Jahre zu verkürzen.

Einstieg mit Berufserfahrung

Im Gegensatz zur Ausbildung nach der Schule bieten Berufsfachschulen auch Weiterbildungen im Hotel- und Gastronomiebereich an. Für eine Teilnahme benötigt man die Mittlere Reife, eine mindestens dreijährige, abgeschlossene Ausbildung in einem entsprechenden Beruf sowie Berufserfahrung von einem Jahr. Allerdings kostet die Weiterbildung relativ viel; man kann damit rechnen, bis zu € 2 000 im Jahr ausgeben zu müssen.

Als Ausgleich erhält man aber auch eine umfassende und gründliche Weiterbildung und hat dadurch eine bessere Qualifikation, als wenn man lediglich eine Ausbildung nach der Schule absolviert hätte. An einigen Berufsfachschulen kann man mit dem Bestehen einer Zusatzprüfung sogar die Fachhochschulreife erlangen und damit an einer der deutschen Fachhochschulen studieren.  Studienoptionen in Deutschland  Anstelle einer Ausbildung im Gastronomie- und Hotelbereich kann man alternativ auch in diesem Bereich studieren, denn viele Universitäten bieten inzwischen Studiengänge in Hotelmanagement an. Eine andere Möglichkeit ist das Touristik-Studium, das in der Regel den Hotel- oder Gastronomiebereich als Wahlfach enthält. In Bezug auf die Studieninhalte decken die Kurse eine große Bandbreite ab, wozu unter anderem die Bereiche Freizeit, Tourismus oder Hotelmanagement gehören. Meistens hat ein solches Studium eine Dauer von vier Jahren, und wer es erfolgreich absolviert hat, erhält einen Bachelor- oder Masterabschluss. In der Regel ist ein Praxissemester, das eventuell auch im Ausland geleistet werden kann, Teil des Studiums, so dass die Studenten auch die praktische Seite ihres späteren Berufs kennenlernen können. Neben den staatlichen Universitäten bieten auch einige private Hochschulen diese Studiengänge an, wobei die Abschlüsse aber auch staatlich anerkannt sind.

Studienoptionen im Ausland  Auch im Ausland kann man an vielen Hochschulen im Bereich Hotelmanagement bzw. Hospitality Management studieren. Damit wird meistens der Grundstein für eine internationale Karriere im Hotelfach gelegt. Als Zulassungsvoraussetzungen gelten normalerweise das (Fach-) Abitur oder die Mittlere Reife in Kombination mit einer abgeschlossenen Ausbildung im entsprechenden Bereich. Auch Berufspraxis kommt immer gut an. Neben Vollstudiengängen mit Master- oder Bachelorabschlüssen in International Hospitality and Tourism Management oder Hospitality and Tourism Management werden auch speziellere Richtungen wie zum Beispiel Hospitality IT Services Engineering und andere angeboten. Auch im Ausland zählen Praxissemester zum Studienablauf. Wer keinen derartigen Abschluss machen möchte, kann auch ein Diploma oder Certificate erlangen. Diese Programme sind mit drei bis 24 Monaten Dauer deutlich kürzer und sehr praxisorientiert. Oft benötigt man für eine Teilnahme keinerlei Vorkenntnisse. Die Certificates und Diplomas dienen vor allem der Weiterbildung oder als Möglichkeit, in den entsprechenden Bereich hineinzuschnuppern.

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